Tief-Wiese: An der tiefen Wiese

Rezenter Beleg aus Ruppertsburg  
Gemeinde
Laubach
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Tief-Wiese

Belegort

Belegtyp

rezent

Weitere Belege

  • 1345: in der tyfen wise
    Glaser, Carl: Beiträge zur Geschichte der Stadt Grünberg. Darmstadt 1846 (=Archiv für Hessische Geschichte, 1. Suppl.)., 217

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Tief

Zu ahd. tiuf, tief, mhd. tief ‚tief, unergründlich‘. Die Namen haften an Flurstücken, die relativ zum übrigen Gelände tiefer liegen.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Tief

Zu ahd. tiuf, tief, mhd. tief ‚tief, unergründlich‘. Die Namen haften an Flurstücken, die relativ zum übrigen Gelände tiefer liegen. Dem Namen Tiefner in Schaafheim liegt trotz der unübersichtlichen Beleglage eher ein FamN zu Grunde.

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Tief-Wiese: An der tiefen Wiese (Ruppertsburg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/779555_an-der-tiefen-wiese> (aufgerufen am 30.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/779555