Reb-Statt: Bei der, In der Rebstatt
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Reb
Der Name der Grenzflur ist mehrfach umgedeutet worden. Im BT ist der Name zu Rod (s.d.) zu stellen. Allerdings ergibt dann die Kombination von BT und GT keinen Sinn. Da die anderen Belege alle ein <e> bzw. <i> im BT enthalten, ist im ältesten Beleg wohl Umlaut zu lesen. Das führt auf mhd. roete st. F. ‚die Röte, rote Farbe‘, so dass es sich um einen ‚roten Stab‘ als namengebendes Motiv handelte. Ob dieser Stab als Zeichen eine Rechtsfunktion gehabt haben könnte, ist sehr unsicher. Denn die Varianten gehen wohl auf mhd. redestap st. M. lat. rotabulum ‚Rührkelle, Rührschaufel‘ zurück uns verweisen deshalb auf die Grundstücksform als Benennungsmotiv. Die heutigen Formen stellen auf jeden Fall eine Umdeutung zu ‚Stätte, wo Reben wachsen‘ dar.
Statt
Hier nur GT. Zu ahd. stat, stad, mhd. stat st. F. ‚Ort, Stelle, Stätte‘; bezeichnet wie nhd. Stätte ‚eine Stelle, wo sich etwas befindet‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Statt
Zu ahd. stat, stad, mhd. stat st. F. ‚Ort, Stelle, Stätte‘; bezeichnet wie nhd. Stätte ‚eine Stelle, wo sich etwas befindet‘.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Reb-Statt: Bei der, In der Rebstatt (Reiskirchen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/778584_bei-der-in-der-rebstatt> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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