Läus-Busch: der Leußbusch genant

Historischer Beleg aus Reinhardshain  
Gemeinde
Grünberg
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Läus-Busch

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1604

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Salbücher, Nr. 45/11.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Busch

Zu ahd. busc, mhd. busch st. M. ‚Busch, Gehölz‘. Wenn nicht ein einzelner Busch benannt ist, bezieht sich der Name meistens auf Buschwald. - Nur im Gießener Buschengarten liegt der FamN Busch zu Grunde.

Läus

Der BT geht auf mhd. lûz, lûze st. F. ‚Versteck, Lauer, Hinterhalt‘ zurück, einer Substantivbildung zu ahd. lûzzen, lûzen, mhd. lûzen ‚verborgen liegen, sich versteckt halten, lauern‘. Die Namen beziehen sich, wie auch die meisten GTe aussagen, sehr häufig auf hoch gelegene Beobachtungspunkte zur Überwachung von Straßen, manchmal wohl auch auf Stellen, die von Jägern als Anstand genutzt wurden. - Die weit überwiegenden umgelauteten Formen gehen wohl auf eine mitteldt. Nebenform *liuzen zurück.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Busch

Zu ahd. busc, mhd. busch st. M. ‚Busch, Gehölz‘. In Pfungstadt ist der Name vermutlich aus älterem, nicht mehr verstandenem Pass, Posch ‚eingezäuntes und baumbestandenes Wiesengrundstück‘ umgedeutet worden.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Läus-Busch: der Leußbusch genant (Reinhardshain)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/778310_der-leussbusch-genant> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/778310