Schlapper-Gasse: in der Schlapper gaß
Beleg
Standard-Flurname
Schlapper-Gasse
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1755
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 230/2.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gasse
Zu ahd. gazza, mhd. gazze sw. F. ‚Gasse‘ bzw. den Diminutiven Gässchen, Gässches, Gässi. Die FlN beziehen sich, soweit es sich nicht um Dorfgassen handelt, meist auf die schmalen Wege, die zwischen Hecken und Zäunen hindurchführten. Auch Pfade, auf denen das Vieh zur Weide geführt wurde, konnten als Gasse bezeichnet werden. - Vermengung mit dem Bei- und FamN Gasse ist im Einzelfall nicht auszuschließen, aber nicht sicher nachweisbar.
Schlapper
Die Belege gehören wohl zur südhess. und mittelhess. verzweigten Wortfamilie um schlappen ‚schmatzen, schlaff hängen‘, schlappern sw.V. mit der Bedeutungssvariante ‚schwappen‘, als Wort ist mhd. slappen, slappern schwach belegt.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schlapper-Gasse: in der Schlapper gaß (Queckborn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/778013_in-der-schlapper-gass> (aufgerufen am 01.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/778013