Schelken-Wiese: Die Schelkenwiese
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Schelken
Der älteste Beleg von 1619 legt die Vermutung nahe, dass *-berg (mit Teilassimilation zu /m/) GT des Namens ist, mit unklarem BT. Die späteren Belege deuten auf *-kind(er) als GT hin. Eine Deutung des Namens ist nicht möglich. Im ersten Teil könnte ein FamN Schelk enthalten sein, der im Raum historisch belegt ist, oder - wenn man vergleichbare historische - Belege des heutigen Schildbergs in Klein-Linden heranzieht (s.u. Schell) - mhd. schülle sw. M. ‚Scholle‘ oder schele, schel sw. M. ‚Zuchthengst‘.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schelken-Wiese: Die Schelkenwiese (Queckborn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/778008_die-schelkenwiese> (aufgerufen am 01.06.2026)
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