Biege-Krumme: vff den biegen krumme genandt

Historischer Beleg aus Queckborn  
Gemeinde
Grünberg
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Biege-Krumme

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1591

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 160/7.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Biege

Im FlN sind zwei historische Sprachvarianten zusammengeflossen mhd. biege st. F. ‚Beugung, Neigung‘ und das nur als sw. M. bezeugte ahd. biogo ‚Biegung, Krümmung, Bogen‘. Die Substantive sind vom Verb ahd. biogan, mhd. biegen st.V. ‚biegen, beugen, krümmen‘ abgeleitet. Die Namen benennen meist Flurstücke an Gewässerkrümmungen; gelegentlich aber auch an Weg- oder Geländekrümmungen. Der Name erscheint oft stark kontrahiert als /bi:(n)/, so dass Vermengungen mit Bien (s.d.) u.a. nicht ausgeschlossen ist: Die Bienhecke in Ettingshausen beispielsweise liegt über der Krümmung des Äschersbachs an der Kolbenmühle.

Krumme

Substantivbildung zu krumm (s.d.).

Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)

Biege

Karte 97

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Biege-Krumme: vff den biegen krumme genandt (Queckborn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/777832_vff-den-biegen-krumme-genandt> (aufgerufen am 01.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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