Tot-Weg: Totenweg
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Tot
Die meisten Namen gehören zu ahd. mhd. tôt ‚gestorben‘. Sie verweisen auf Flurstücke an Friedhöfen, auf Wege, auf denen Tote zum Begräbnis getragen wurden usw. Mitunter erinnern sie an ein bestimmtes Ereignis, etwa die Entdeckung eines Toten (Toter Mann, Totmal). Totenhof ist ‚Friedhof, Begräbnisplatz‘. Der Name fand nur Anwendung, wenn der Friedhof nicht bei der Kirche lag (sonst Kirchhof, s.d.). Der Ausdruck ist erst nördlich von Gießen üblich. Manchmal meint tot aber auch nur ‚unergiebig, unfruchtbar‘ in Bezug auf Landstücke oder Gewässer. - In Einzelfällen kann auch der PN Dodo, Toto (s. Todenhausen) zu Grunde liegen.
Weg
Zu ahd. weg, mhd. wec st. M. in der Bedeutung ‚Weg, Straße‘, das als Simplex, BT und GT sehr häufig in FlN vorkommt. Die Belege, meist Simplizia, sind auf die Lage der Flurstücke bezogen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Tot
Zu ahd. mhd. tôt ‚tot, gestorben‘. Die meisten Belege verweisen auf Friedhöfe sowie Flurstücke und Wege in deren Umgebung. Auf den Totengassen wurden die Leichen vom Ort zum Friedhof getragen. Totenberge sind meist Hügel, auf denen Friedhöfe angelegt waren. Daneben knüpft der FlN Toter Mann an Ereignisse an wie die Auffindung eines Toten oder einen Totschlag. Er kann sich aber auch auf sog. tote Männer beziehen, die zur Bannung „lebender Leichname“ aus Stein- oder Reisighaufen entstanden waren
Weg
Zu ahd. weg, mhd. wec st. M. in der Bedeutung ‚Weg, Straße‘, das als Simplex, BT und GT sehr häufig in FlN vorkommt, hier aber kaum dokumentiert wird. Die Belege, meist Simplizia, sind auf die Lage der Flurstücke bezogen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Tot-Weg: Totenweg (Oberkleen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/777051_totenweg> (aufgerufen am 31.05.2026)
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