Minder-Kleebach: Mennerklee

Rezenter Beleg aus Oberkleen  
Gemeinde
Langgöns
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Minder-Kleebach

Belegort

Belegtyp

rezent

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Kleebach

Name eines Gewässers links > Lahn. Die ursprüngliche Form ohne -bach ist bis heute noch in Einzelfällen (Allendorf an der Lahn) erhalten. Kleebach gewinnt erst seit dem 16. Jahrhundert an Bedeutung, wohl durch Umdeutung an Klee (s.d.). Die Ausgangsform ist Kleen, ein GewN, der sich zu GewN wie der Klein (rechts > Ohm > Lahn) stellt, der wohl keltischen Ursprungs ist und ‚rein, glänzend, klar‘ bedeutet, also nach der Wasserqualität benannt ist. - Der GewN hat das Namenbild seines Einzugsbereichs nachhaltig geprägt; einmal weil das Gewässer selbst in mehreren Teilarmen floss (Halbe Klee, Mennerklee usw.), zum anderen weil eine Reihe von Siedlungen danach benannt sind: Oberkleen und Niederkleen, Cleeberg und der Kleehof (s.d.). Auch der reich überlieferte Kleebaum in Cleeberg, ein bewaldeter Berg über dem Kleebach, ist offenbar nach dem Gew benannt und weist im GT -baum die kollektivierende Bedeutung ‚Wald‘ auf. - Bei manchen historischen Belegen ist nicht klar, ob sie sich auf das Gewässer oder auf einen OrtN beziehen.

Minder

Zu ahd. min(n)iro, mhd. minner, minder Adj. ‚kleiner an Größe‘ . Der Name bezieht sich auf einen kleineren Seitenarm des Kleebachs (s.d.).

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Kleebach

Zum GewN Kleebach.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Minder-Kleebach: Mennerklee (Oberkleen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/776972_mennerklee> (aufgerufen am 31.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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