Kleebach-Baum: hinterm Cleebaum
Beleg
Standard-Flurname
Kleebach-Baum
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1818
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 3011, Karten, Nr. 523.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Baum
Zu ahd. mhd. boum st. M. ‚Baum‘. Die jungen FlN Baumacker und Baumstück kennzeichnen im Gegensatz zu Bangert (s.d.) nicht gefriedete Obstbaumanlagen. Baum als Simplex steht dagegen für einzeln stehende, besonders auffällige Bäume.
Kleebach
Name eines Gewässers links > Lahn. Die ursprüngliche Form ohne -bach ist bis heute noch in Einzelfällen (Allendorf an der Lahn) erhalten. Kleebach gewinnt erst seit dem 16. Jahrhundert an Bedeutung, wohl durch Umdeutung an Klee (s.d.). Die Ausgangsform ist Kleen, ein GewN, der sich zu GewN wie der Klein (rechts > Ohm > Lahn) stellt, der wohl keltischen Ursprungs ist und ‚rein, glänzend, klar‘ bedeutet, also nach der Wasserqualität benannt ist. - Der GewN hat das Namenbild seines Einzugsbereichs nachhaltig geprägt; einmal weil das Gewässer selbst in mehreren Teilarmen floss (Halbe Klee, Mennerklee usw.), zum anderen weil eine Reihe von Siedlungen danach benannt sind: Oberkleen und Niederkleen, Cleeberg und der Kleehof (s.d.). Auch der reich überlieferte Kleebaum in Cleeberg, ein bewaldeter Berg über dem Kleebach, ist offenbar nach dem Gew benannt und weist im GT -baum die kollektivierende Bedeutung ‚Wald‘ auf. - Bei manchen historischen Belegen ist nicht klar, ob sie sich auf das Gewässer oder auf einen OrtN beziehen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Baum
Zu ahd. mhd. boum st. M. ‚Baum‘. Die jungen FlN Baumacker und Baumstück kennzeichnen im Unterschied zu Bangert nicht gefriedete Obstbaumanlagen. Baum als Simplex steht dagegen wie in Biebesheim am Rhein, Dietzenbach, Klein-Zimmern, Pfungstadt und Rembrücken für einzeln stehende, besonders auffällige Bäume.
Kleebach
Zum GewN Kleebach.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kleebach-Baum: hinterm Cleebaum (Oberkleen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/776951_hinterm-cleebaum> (aufgerufen am 31.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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