Har: die Haar g(e)n(ann)t
Beleg
Standard-Flurname
Har
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1625
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 354, Urkunden, Nr. 30.
Weitere Belege
- ca. 1754: auf der Hahr
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Oberkleen Nr. 1., 180 - 1754: an der Haar
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Oberkleen Nr. 1., 47
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Har
Hier liegen mehrere namengebende Motive vor: (1) Einige Namen gehören sicher zu ahd. hâro, hâr, mhd. hâr st.N., nhd. Haar ‚Flachs‘ (Linum usitatissimum). Namengebend waren Anbauflächen (Hargarten) von Flachs und Stellen, an denen der Flachs mittels Wasser- oder Tauröste (Harschwärze) weiterbearbeitet wurde. (2) Bei einigen liegt offenbar Umdeutung bzw. Kontrastschreibung von Hor ‚feuchte, sumpfige Stelle‘ (s.d.) vor. (3) Im Einzelfall liegt den Namen die dialektale Form von Heide (s.d.) /ha:r(e)/ zu Grunde, so offenbar in Oberkleen.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Har
Karte 27
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Har: die Haar g(e)n(ann)t (Oberkleen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/776907_die-haar-g-e-n-ann-t> (aufgerufen am 31.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/776907