Faas-Ecke: Faasecke
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ecke
Zu ahd. egga ‚Schneide, Spitze, Ecke‘, mhd. ecke st. sw. F. ‚Spitze, Ecke, Kante, Winkel‘. Der Name bezieht sich teils auf die Lage, teils auf den Grundriss der Flurstücke. Neben der femininen Form ist auch das Neutrum Eck verbreitet. Es tritt erst in nhd. Zeit auf und ist mit Ecke bedeutungsgleich.
Faas
Am ehesten geht der Name auf ahd. fahs, mhd. vahs st. N.M. ‚die Haupthaare‘ zurück, wobei beim Wandel von /hs/ > /s/ Ersatzdehnung des Vokals eintrat. Die älteste Schreibung zeigt deshalb Dehnungs-<e>. Namengebend war dann wohl das Aussehen des Waldes.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Faas-Ecke: Faasecke (Oberkleen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/776873_faasecke> (aufgerufen am 31.05.2026)
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