Bau-Reite: An der Baureide

Historischer Beleg aus Lindenstruth  
Gemeinde
Reiskirchen
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Bau-Reite

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1591

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 160/7.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Bäü

Veralteter Plural zu Bau (s.d.). Der Name bezieht sich auf eine Stadterweiterung Gießens 1612.

Bau

Zu ahd. bû ‚Wohnsitz, Platz‘, mhd. bû, bou st. M.N. ‚Bestellung des Feldes, Weinberges, gewöhnliches Erträgnis eines bestellten Gutes, Wohnung, Gebäude, Bau eines Hauses‘. Die Namen erinnern daher meist an Flurstücke, auf denen etwas angebaut wurde. Namengebend können aber auch Gebäude jeder Art, bis hin zu Tierhöhlen, gewesen sein.

Reite

Das Wort Reite, Reide, meist in Hofreide, ist etymologisch ungeklärt. Hofreite bezeichnet ursprünglich den unbebauten Raum am Hofgut, dann aber auch den Hof mit der Hoffläche insgesamt: Das ist die heute in Hessen herrschende Gebrauchsweise.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Bau

Zu ahd. bû ‚Wohnsitz, Platz‘, mhd. bû, bou st. M. N. ‚Bestellung des Feldes, Weinberges, gewöhnliches Erträgnis eines bestellten Gutes, Wohnung, Gebäude, Bau eines Hauses‘. Die Namen erinnern daher meist an Flurstücke, auf denen etwas angebaut wurde. Namengebend können aber auch Gebäude jeder Art, bis hin zu Tierhöhlen, gewesen sein. Baude- (Glattbach) geht auf mhd. bûwede st. N. ‚Bauanlage‘ zurück. Borath in Bensheim ist wohl nach dem Muster Boland Bauland ‚angebautes Land‘ aus *Bauroth hervorgegangen.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Bau-Reite: An der Baureide (Lindenstruth)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/772599_an-der-baureide> (aufgerufen am 06.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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