Bau-Reite: An der Baureide
Beleg
Standard-Flurname
Bau-Reite
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1591
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 160/7.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Bäü
Veralteter Plural zu Bau (s.d.). Der Name bezieht sich auf eine Stadterweiterung Gießens 1612.
Bau
Zu ahd. bû ‚Wohnsitz, Platz‘, mhd. bû, bou st. M.N. ‚Bestellung des Feldes, Weinberges, gewöhnliches Erträgnis eines bestellten Gutes, Wohnung, Gebäude, Bau eines Hauses‘. Die Namen erinnern daher meist an Flurstücke, auf denen etwas angebaut wurde. Namengebend können aber auch Gebäude jeder Art, bis hin zu Tierhöhlen, gewesen sein.
Reite
Das Wort Reite, Reide, meist in Hofreide, ist etymologisch ungeklärt. Hofreite bezeichnet ursprünglich den unbebauten Raum am Hofgut, dann aber auch den Hof mit der Hoffläche insgesamt: Das ist die heute in Hessen herrschende Gebrauchsweise.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Bau
Zu ahd. bû ‚Wohnsitz, Platz‘, mhd. bû, bou st. M. N. ‚Bestellung des Feldes, Weinberges, gewöhnliches Erträgnis eines bestellten Gutes, Wohnung, Gebäude, Bau eines Hauses‘. Die Namen erinnern daher meist an Flurstücke, auf denen etwas angebaut wurde. Namengebend können aber auch Gebäude jeder Art, bis hin zu Tierhöhlen, gewesen sein. Baude- (Glattbach) geht auf mhd. bûwede st. N. ‚Bauanlage‘ zurück. Borath in Bensheim ist wohl nach dem Muster Boland Bauland ‚angebautes Land‘ aus *Bauroth hervorgegangen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bau-Reite: An der Baureide (Lindenstruth)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/772599_an-der-baureide> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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