Ritter-Gut: bei dem Rittersgut

Historischer Beleg aus Leihgestern  
Gemeinde
Linden
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Ritter-Gut

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1576

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 60.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Gut

Zu ahd. mhd. guot ‚gut‘. Das Adjektiv bezieht sich auf die gute Qualität der benannten Objekte. Die Verbindung Gute Leute, auch Gutmann, bezeichnet euphemistisch Aussätzige und Leprakranke, die wegen der Ansteckungsgefahr in Siechenhäusern außerhalb der Ortschaften untergebracht waren.

Ritter

Überwiegend zum FamN Ritter, der im Raum auch historisch bezeugt ist. Die meisten Flurstücke sind wohl nach ihrem Besitzer benannt; z.T. verweisen die Namen vielleicht auch auf Adelsbesitz und sind dann zu ahd. rîtari, mhd. rîtære, ritter, reuter st. M. ‚Reiter, Ritter‘ zu stellen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Gut

Zu ahd. mhd. guot ‚gut‘. Das Adjektiv bezieht sich auf die gute Qualität der benannten Objekte. In Wald-Erlenbach liegt eher der FamN Gutschneider vor. Als GT bezieht sich Gut durchweg auf Besitz: mhd. guot st. N. ‚Gut, Vermögen, Besitz‘.

Ritter

Überwiegend zum FamN Ritter. Die meisten Flurstücke sind wohl nach ihrem Besitzer benannt; z. T. verweisen die Namen vielleicht auch auf Adelsbesitz und sind dann zu ahd. rîtâri, mhd. rîtære, ritter, reuter st. M. ‚Reiter, Ritter‘ zu stellen. Der Name Ritterspfad bezieht sich auch auf alte Fernwege.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Ritter-Gut: bei dem Rittersgut (Leihgestern)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/771790_bei-dem-rittersgut> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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