Sattler-Zipfen: Sadlerzipfen

Historischer Beleg aus Laubach  
Gemeinde
Laubach
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Sattler-Zipfen

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1756

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, D 4, Nr. 396/2.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Sattler

Zur Berufsbezeichnung Sattler, ahd. satulari, saduleri, mhd. sateler st. M. bzw. dem davon abgeleiteten FamN.

Zipfen

Zu mhd. zipf st. M. ‚spitzes Ende, Zipfel‘ mit /-en/-Ableitung. Die in Hessen gebräuchliche Form ist das im Inlaut nicht lautverschobene Zippen. Die Namen beziehen sich auf die relative Lage der Grundstücke.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Sattler

Zur Berufsbezeichnung Sattler, ahd. satulari, saduleri, mhd. sateler st. M. bzw. dem davon abgeleiteten FamN.

Zipfen

Zu mhd. zipf st. M. ‚spitzes Ende, Zipfel‘. Die in Hessen gebräuchliche Form ist das im Inlaut nicht lautverschobene Zippe, Zippen. Etymologisch verwandt ist Zapfen, und beide Wörter werden, obwohl nicht völlig gleichbedeutend, in FlN vielfach auf gleiche Sachverhalte bezogen. Neben Zipf tritt noch die Form Zipfel, Zippel, mhd. zipfel st. M. ‚spitzes Ende, Zipfel; anhängender oder zwischeneingehender Land-, Waldstreifen‘, die ursprünglich eine Diminutivbildung war. Die Belege aus Lengfeld beziehen sich auf ein Waldstück, in dem sich auch die gleichnamige Siedlung Zipfen befindet. Die Zugehörigkeit des Belegs aus Vielbrunn ist nicht sicher. In Rembrücken fällt die fem. Form der Belege auf. Sie gehören aber wohl hierher und nicht zu hess. die Zipp ‚Drossel‘.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Sattler-Zipfen: Sadlerzipfen (Laubach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/770957_sadlerzipfen> (aufgerufen am 01.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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