Ram-Berg: vnter dem rhansbergk

Historischer Beleg aus Laubach  
Gemeinde
Laubach
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Ram-Berg

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1553

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 186/1.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für markante Bodenerhebungen in der Gemeinde. Im Übrigen können sehr unterschiedliche Höhen mit Berg benannt werden.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für eine markante Bodenerhebung in der Gemeinde oder gelegentlich auch spezieller für einen Weinberg.

Ram

Der BT kann verschiedener Herkunft sein, ohne dass eine klare Entscheidung getroffen werden kann: Teils liegt wohl ein kontrahierter PN vor, etwa Hrabano oder Ragino. Teilweise wahrscheinlich auch zu ahd. raban, ram, mhd. raben, ram st. M. ‚Rabe‘, nach dem auffälligen Vorkommen dieser Vögel, oder zu mhd. ram st. M. ‚Widder‘, oder zu mhd. ram, ramen st. F. ‚Stütze, Gestell‘ (mit dem das Grundstück versehen war). In Dieburg scheint ein GewN Rambach vorzuliegen. Die Namen in Arheilgen beziehen sich nicht auf den ON Ramstadt1. Die für die Pfalz belegte Bedeutung ‚Ziel, Grenze‘2 (zu mhd. râm st. M., râme st. F. ‚Ziel‘) könnte für den Ramysberg (Ober-Ramstadt) namengebendes Motiv sein, da der Berg Grenzpunkt des Dreieicher Wildbanns ist.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Ram-Berg: vnter dem rhansbergk (Laubach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/770943_vnter-dem-rhansbergk> (aufgerufen am 01.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/770943