Schmitte-Beune: an der smit buenden
Beleg
Standard-Flurname
Schmitte-Beune
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1483
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, A 3, Nidda.
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Beune
Zu ahd. biunta ‚eingezäuntes Grundstück‘, mhd. biunte, biunde, biunt st.w.F. ‚freies, besonderem Anbau vorbehaltenes und eingehegtes Grundstück, Gehege‘. Es bezeichnet ursprünglich aus der Allmende herausgenommenes, gehegtes Sonderland, das vornehmlich dem Anbau von Sonderkulturen wie Flachs, Rüben u.ä. vorbehalten war. Die heutigen FlN beziehen sich auf geschlossenes Ackerland und auf Grundstücke, die meist in Ortsnähe auf gutem Boden liegen.
Schmitte
Zu mhd. smitte sw. st. F. ‚Schmiede‘. Aufgenommen sind hier nur Belege, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Schmiede als Bezeichnung der Einrichtung gehören: Sie beziehen sich auf die Lage der Flurstücke. Andere Bezüge auf Schmieden sind in nicht klar trennbarer Form in den Schmidt-FlN (s.d.) enthalten. - Die Schmitter-Namen beziehen sich meist auf die Schmitte in Rodheim-Bieber, ein Gut, das ursprünglich auf die 1412 genannte Waldschmiede zurückgeht. In Waldschmieden wurde das in der Umgebung geschürfte Erz weiterverarbeitet.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Beune
Zu ahd. biunta ‚eingezäuntes Grundstück‘, mhd. biunte, biunde, biunt st. sw. F. ‚freies, besonderem Anbau vorbehaltenes und eingehegtes Grundstück, Gehege‘. Es bezeichnet ursprünglich aus der Allmende herausgenommenes, gehegtes Sonderland, das vornehmlich dem Anbau von Sonderkulturen wie Flachs, Rüben u. ä. vorbehalten war. Die heutigen FlN beziehen sich auf geschlossenes Ackerland und auf Grundstücke, die meist in Ortsnähe auf gutem Boden liegen. Eine alte Adjektivableitung beunigt mit dem Suffix ahd. -eht/-oht steht daneben in Klein-Krotzenburg. Der diphthongierten Standardform Beune, Beunde und der entrundeten Hauptvariante Bein, Beine stehen zahlreiche weitere lautliche Varianten wie Bunde, Büne, selten Baune gegenüber. Häufigere und lautlich etwas weiter entfernt stehende Varianten Binn und Benn, Benge und Binge sowie Binde werden gesondert aufgeführt.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Beune
Karte 15
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schmitte-Beune: an der smit buenden (Langd)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/767549_an-der-smit-buenden> (aufgerufen am 05.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/767549