Urbann: Das Ohrbann [em urbann]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Urbann
In Großen-Linden benennt Urbann eine den Gemeinden Großen-Linden, Hörnsheim und Lützellinden früher gemeinsame Gewann, ... an einigen Stellen von einem ca. 2 ½ m breiten ausgesteinten Graben umgeben (Schulte). Das gilt wohl auch für die anderen Vorkommen (Langgöns/Niederkleen/Dornholzhausen sowie Steinberg/Leihgestern/Schiffenberg). Urbann bezeichnet deshalb ‚eine aus dem Bann der Gemarkung herausgenommene Einheit‘. Ur ist hier in der alten Bedeutung ‚hinaus, hervor, aus‘ zur Wort- und Namenbildung verwendet. Bann (s.d.) ist hier in der Bedeutung ‚Gebiet, Bezirk‘ belegt. - In Watzenborn-Steinberg wurde zu Urgang ‚Gang, Ausgang‘, mhd. urganc st. M. umgedeutet.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Urbann
Karte 12
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Urbann: Das Ohrbann (Dornholzhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/755658_das-ohrbann> (aufgerufen am 10.07.2026)
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