Wachs-Wiese: In der Wachswiese
Weitere Belege
- kopial 14. Jahrhundert: dy wadewise
Arnsburger Urbar, fol. 35'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wachs
Zu ahd. wahs, mhd. wahs st.N. ‚Wachs‘. Die Namen erinnern an Flurstücke, deren Erträge für eine Abgabe an Wachs, d.h. für den Kerzenbedarf einer Kirche verwendet wurden. Der historische Beleg aus Watzenborn-Steinberg weist den später wieder rückgängig gemachten Wandel /chs/ > /s/ auf. In Dorf-Güll umgedeutet aus Wade (s. d.).
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wachs
Zu ahd. wahs, mhd. wahs st. N. ‚Wachs‘. Die Namen erinnern an Flurstücke, deren Erträge für eine Abgabe an Wachs, d. h. für den Kerzenbedarf einer Kirche verwendet wurden. Die Zugehörigkeit des Belegs aus Kirschhausen ist unsicher
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wachs-Wiese: In der Wachswiese (Dorf-Güll)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/755423_in-der-wachswiese> (aufgerufen am 04.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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