Boden-Hart: vor der Bodenhard
Beleg
Standard-Flurname
Boden-Hart
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1739
Quelle
Jäger, Kurt: Die Flurnamen der Gemarkung Kleeberg. Gießen 1938. (HFB 13).
Weitere Belege
- Boden-Hart
- 1404: vor der Badenharte
Fürstliches Archiv Büdingen, Allerhand A, Kopiare, Fasz. 1, Nr. 1., 332 - 1404: (vor der) Bodenharte
Simon, Gustav: Die Geschichte des reichsständischen Hauses Ysenburg und Büdingen. 3. Band. Frankfurt am Main 1865., 238 - 1404: vor der bodinhart
Jäger (1938): Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 354, IV c 1., 50 - 1489: zu Barrade zu
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 1/10., 234 - 1631: Vor der Bodenhart
Jäger, Kurt: Die Flurnamen der Gemarkung Kleeberg. Gießen 1938. (HFB 13)., 50 - 1689: vf die Botte Hardt
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 354, Akten, Nr. 1328., 22' - 1758: Bodenhardt genandt
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 354, Akten, Nr. 1200., 77 - 1854/1893: vor der Borhardt
Jäger (1938): Gemeindearchiv Kleeberg, Hypothekenbuch 1854-1893., 50
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Boden
Zu ahd. bodam, mhd. bodem st. M. ‚Boden, Grund‘. Die FlN beziehen sich in der Regel auf tiefer gelegenes Land, aber auch speziell auf die unterste Terrasse eines Weinberges.
Hart
Zu mhd. hart st. M.N.F. ‚Weidetrift; Wald‘, nhd. Hart ‚Bergwald, waldiger Höhenzug‘. Die Namen beziehen sich auf Waldstücke und bewaldete Anhöhen, die in der Regel als Weidewald genutzt wurden. Das dialektal untergegangene Wort zeigt in den FlN meist fem. Genus. Angehängtes Genitiv-/s /führt verschiedentlich zur Schreibung <Harz>; vereinzelt weisen diese Namen vielleicht aber auch auf Örtlichkeiten hin, die bei der Harzgewinnung eine Rolle spielten. - In Watzenborn-Steinberg scheint Umdeutung aus Hader (s.d.) vorzuliegen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Boden
Zu ahd. bodam, mhd. bodem st. M. ‚Boden, Grund‘. Die FlN beziehen sich auf tiefer gelegenes Land, aber auch speziell auf die unterste Terrasse eines Weinberges. In Unter-Flockenbach findet sich in der amtlichen Schreibung der dialektale Wandel von /d/ zu /r/.
Hart
Zu mhd. hart st. M. N. F. ‚Weidetrift; Wald‘, nhd. Hart ‚Bergwald, waldiger Höhenzug‘. Die Namen beziehen sich auf Waldstücke und bewaldete Anhöhen, die in der Regel als Weidewald genutzt wurden. Das dialektal untergegangene Wort zeigt in den FlN meist fem. Genus und der Stammvokal ist oft zu /o/ verdumpft. Bei Hertel handelt es sich um eine Verkleinerungsform mit -el-Suffix, bei Hartling (Lampertheim) um eine Ableitung oder einen FamN. Angehängtes Genitiv-s führt verschiedentlich zur Schreibung dHarz-H; vereinzelt weisen diese Namen vielleicht aber auch auf Örtlichkeiten hin, die bei der Harzgewinnung eine Rolle spielten. Manchmal ist Vermischung mit dem Adjektiv hart (Gräfenhausen, Klein-Krotzenburg) oder dem Substantiv Herd(e) möglich.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Boden
Karte 95
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Boden-Hart: vor der Bodenhard (Cleeberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/752960_vor-der-bodenhard> (aufgerufen am 04.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/752960