Bruder-Wiese: Die bruderwiesen genand
Beleg
Standard-Flurname
Bruder-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1596, kopial 16. Jahrhundert
Quelle
Arnsburger Urbar
Weitere Belege
- Die Bruderwiese
- 1489: an der Broder wiesen
- 1769: in der Brutter Wies
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Busecker Tal , Nr. 1., 519
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Bruder
Zu ahd. mhd. bruoder st. M. ‚Bruder, Klosterbruder‘. Die FlN erinnern an Klosterbesitz oder den Besitz einer geistlichen Bruderschaft. Auch die Klause eines Einsiedlers kann für einen Bruder-Namen Motiv gewesen sein.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bruder-Wiese: Die bruderwiesen genand (Burkhardsfelden)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/752538_die-bruderwiesen-genand> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/752538