Schweigling: vor dem Schweichling

Historischer Beleg aus Beuern  
Gemeinde
Buseck
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Schweigling

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1765

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Busecker Tal , Nr. 1.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Schweigling

Die Namen gehen auf unterschiedliche Benennungsmotive zurück. Während Schweigerling in Annerod sich zu ahd. sweiga, mhd. sweige, sweig st. F. ‚Rinderherde, Viehhof, Weideplatz‘ stellt und mit /-ling/ < /land/ auf ‚Weideland für Rinder‘ verweist, muss für die anderen Belege, die sich alle auf einen Platz beziehen, eine andere Deutung gesucht werden. Denn hier zeigt die doppelte <i>-Schreibung von 1489, dass ein anderes Wort namengebend war. In Frage kommt nur ahd. biswih, biswîh, mhd. swîch ‚Schaden, Betrug‘, mit verdeutlichendem /-ung, -ing/-Suffix.: ‚Ort, wo ein Schaden/Betrug stattfindet bzw. stattgefunden hat‘. Unverstanden wurde der Name später so umgedeutet, dass er als ‚Weideland für Rinder‘ verstanden werden konnte.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schweigling: vor dem Schweichling (Beuern)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/751727_vor-dem-schweichling> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/751727