Säng: an deme senge
Beleg
Standard-Flurname
Säng
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
kopial ca. 1400
Quelle
Arnsburger Urbar
Weitere Belege
- kopial ca. 1400: uff deme senge
Arnsburger Urbar, fol. 273 - kopial ca. 1400: vor deme senge
Arnsburger Urbar, fol. 273
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Säng
Als Wort handelt es sich bei Sang, Seng u.ä. um eine Substantivbildung zum Verb sengen, ahd. bisengen, mhd. sengen sw.V. ‚knistern machen, sengen, brennen‘. Die FlN beziehen sich deshalb auf durch Brandrodung gewonnenes bzw. erhaltenes Kulturland. Das Wort ist auch im Hess. nur in FlN erhalten.
Sang
Als BT gehört Sang in FlN zum Verb sengen und ist bei Säng aufgeführt. - Als GT kommt Sang nur in der Verbindung mit Vogel(ge)sang vor und bezieht sich auf das Singen, den (Ge)Sang der Vögel, mhd. sanc st. N. M. ‚Gesang‘; mitunter vielleicht Ergebnis einer Umdeutung (s. Vogel).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Säng: an deme senge (Annerod)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/750094_an-deme-senge> (aufgerufen am 09.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/750094