Öl-Wiese: die Ölenwiß genant
Beleg
Standard-Flurname
Öl-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1613
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 69/4.
Weitere Belege
- DIE OELWIESE
- 19. Jahrhundert: Die Oehlwiese
Staatsarchiv Darmstadt, O 61, Buxbaum. Konv. 1.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Öl
Meist zu ahd. oli, mhd. öle, öl, oli, olei st.N. ‚Öl‘, einer Entlehnung aus mittellat. olium. Die Namen beziehen sich auf den Anbau und die Verarbeitung ölhaltiger Pflanzen und Samen, in manchen Fällen wohl auch auf eine auf den Grundstücken lastende Abgabe in Öl.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Öl
Meist zu ahd. oli, mhd. öle, öl, oli, olei st. N. ‚Öl‘, einer Entlehnung aus mittellat. olium. Die Abgrenzung zu Al (s. d.) ist aber nicht immer möglich, auch kann einzelnen Namen, wie etwa in Affolterbach oder Münster, der PN Öhl zu Grunde liegen. Die Mehrzahl der Belege ist auf Ölmühlen bezogen; die übrigen Namen können auf den Anbau ölhaltiger Pflanzen oder die Abgabe von Öl als Pachtzahlung verweisen.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Öl-Wiese: die Ölenwiß genant (Affolterbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/74994_die-oelenwiss-genant> (aufgerufen am 04.05.2026)
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