Klinge: am Kliegel
Beleg
Standard-Flurname
Klinge
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1740
Quelle
Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XIII, Nr. 122.
Weitere Belege
- IM KLINGEN
- 1717: im Klingel [Acker]
Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XXX, Nr. 40., pag. 1 - 1746: im Klingel [Acker]
Staatsarchiv Marburg, 86. Hanauer Nachträge, Nr. S 2029. - 1753: im Klingen [Acker]
Staatsarchiv Marburg, 86. Hanauer Nachträge, Nr. S 2029.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Klinge
Zu ahd. klingo, klinga ‚(Sturz-)bach‘, mhd. klinge sw. st. F. in der Bedeutung ‚Gießbach, Talschlucht‘, das zum starken Verb ahd. klingan, mhd. klingen ‚rauschen, plätschern, klingen‘ gebildet ist. Klinge benennt daher im Allgemeinen Bäche und enge Schluchten, die sich bei starken Regenfällen in Sturzbäche verwandeln. Heute sind es oft enge Geländeeinschnitte.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Klinge
Zu ahd. klingo, klinga, ‚(Sturz-)bach‘, mhd. klinge sw. st. F. in der Bedeutung ‚Gießbach, Talschlucht‘, das zum starken Verb ahd. klingan, mhd. klingen ‚rauschen, plätschern, klingen‘ gebildet ist. Klinge benennt daher im Allgemeinen Gebirgsbäche und enge Schluchten, die sich bei starken Regenfällen in Sturzbäche verwandeln. In Südhessen gilt vor allem die Bedeutung ‚Bach in einer Talschlucht‘ und dann auch ‚Talschlucht‘ selbst. Die Belegverteilung deutet für die Klingen-Namen auf oberdt. Sprachzusammenhang hin. Der südhess. Raum scheint das Zentrum ihrer hess.-mitteldt. Verbreitung zu sein.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Klinge
Karte 93
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Klinge: am Kliegel (Marjoß)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/731120_am-kliegel> (aufgerufen am 07.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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