Mai-Stumpf: IM MAISTUMPF [im maastomp]
Weitere Belege
- 1657: im Maystumpff [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 171, Akten Nr. Z 1284., fol. 17
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Mai
Zu den ahd. meio, mhd. meie sw. M. ‚Mai‘ einer Entlehnung aus lat. maius ‚Jupiter Maius‘. Wie bei den FlN mit BT März (s.d.) beziehen sich die Belege auf den jahreszeitlichen Rhythmus der Natur und ihrer landwirtschaftlichen Nutzung. Falsche Silbentrennung beim vorangegangenen Artikel ist im Einzelfall nicht auszuschließen, so dass der Name auch auf mhd. eigen st.N. ‚Eigentum‘ zurückgehen kann.
Stumpf
Die Vorkommen gehen auf ahd. stumpf st. M., mhd. stumpf, stumpfe st. sw. M.‚Stumpf, Stummel, Baumstumpf‘ bzw. das dazugehörige Adjektiv mhd. stumpf ‚verstümmelt, abgestutzt, stumpf‘ zurück. In den FlN Stumpf, Stümpf bzw. Stümpfen, die zugleich die starke und schwache Flexion des Wortes widerspiegeln, herrscht die Bedeutung ‚Baumstumpf‘ vor. Sie ist in den meisten Fällen namengebendes Motiv: Baumstümpfe entstanden beim ‚Stümpfen‘ der Bäume, d. h. dem Abschneiden in einer bestimmten Höhe. Auch ein Stumpfacker ist ein verkürzter Acker.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Mai
Zu ahd. meio, mhd. meie sw. M. ‚Mai‘, einer Entlehnung aus lat. māius ‚Jupiter Maius‘. Wie bei den FlN mit BT März beziehen sich die Belege auf den jahreszeitlichen Rhythmus der Natur und ihrer landwirtschaftlichen Nutzung. Falsche Silbentrennung ist im Einzelfall (Dreieichenhain, Eberstadt) nicht auszuschließen, sodass der Name auch auf mhd. eigen st. N. ‚Eigentum‘ zurückgehen kann.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Mai-Stumpf: IM MAISTUMPF (Frohnhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/71565_im-maistumpf> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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