Kohl-Fluss: Im Kohlfluß
Beleg
Standard-Flurname
Kohl-Fluss
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1680
Quelle
Fürstliches Archiv Büdingen, Stadt und Land, Fasz. 16, Nr. 107.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kohl
Meist zu ahd. kolo, mhd. kol sw. M. st.N. ‚Kohle‘. Die Namen deuten deshalb in der Regel auf alte Plätze zur Gewinnung von Holzkohle hin (Kohl-grube, -kaute, -hauk, -platz u.ä.) oder FormN nach einem dazu benötigten Werkzeug (Kohlaxt). Nur selten tritt Vermengung mit Kohl ‚Kraut‘ ein, am ehesten wohl bei den Kohlgärten und Kohläckern.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fluss
Zu ahd. fluz, mhd. vluz st. M. ‚fließendes Wasser, Fluss, Strom‘. Neben dem Simplex steht das Diminutiv Flüsschen. Das Appellativ ist in südhess. FlN nur selten bezeugt, häufiger steht das in dieser Bedeutung ältere Floß (s. d.).
Kohl
Meist zu ahd. kolo, mhd. kol sw. M. st. N. ‚Kohle‘. Die Namen deuten dann auf alte Kohlenmeiler hin, so genannte Kohlplatten
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kohl-Fluss: Im Kohlfluß (Hain-Gründau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/714344_im-kohlfluss> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/714344