Heer-Floß: ihm heerfluß
Beleg
Standard-Flurname
Heer-Floß
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1669
Quelle
Fürstliches Archiv Büdingen, Stadt und Land, Fasz. 16, Nr. 107.
Weitere Belege
- 1663: vff dem Hörfluß [Acker]
Fürstliches Archiv Büdingen, Stadt und Land, Fasz. 105, Nr. 744., fol. 5'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Floß
Zu ahd. flôz, mhd. vlôz st. M. ‚Strömung‘. Namengebend waren zumeist Be- und Entwässerungsgräben oder -rinnen, vereinzelt wohl auch kleinere natürliche Flussläufe.
Heer
Heerweg und Heerstraße gehen zurück auf ahd. heristrâza, mhd. herstrâze F., herwec st. M. ‚Heerstraße, Hauptstraße‘ (zu ahd. heri, mhd. her st. N. ‚Heer, Menge, Schar‘). Die (weit verbreiteten) Namen verweisen gemeinhin auf alte Verkehrswege.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Floß
Zu ahd. flôz, mhd. vlôz st. M. ‚Strömung‘. Namengebend waren zumeist Be- und Entwässerungsgräben oder -rinnen, vereinzelt wohl auch kleinere natürliche Flussläufe.
Heer
Die Namen sind wohl nicht einheitlich zu deuten. Heerweg und Heerstraße gehen zurück auf ahd. heristrâza, mhd. herstrâʒe F., herwec st. M. ‚Heerstraße, Hauptstraße‘ (zu ahd. heri, mhd. her st. N. ‚Heer; Menge, Schar‘). Die (weit verbreiteten) Namen verweisen gemeinhin auf alte Verkehrswege; vereinzelt (Nordheim) hat es aber auch Vermengung mit Herdweg ‚Viehtrift‘ gegeben. Die übrigen Namen können, sofern sie nicht Klammerformen der obigen sind (etwa Heerwiese für *Heerwegwiese), vermutlich zu ahd. horo, mhd. hor st. N. ‚Schlamm, Schmutz, Kot, Erde‘ gestellt werden und beziehen sich dann auf feuchte Stellen im Gelände.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Heer-Floß: ihm heerfluß (Hain-Gründau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/714294_ihm-heerfluss> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/714294