Fasel-Ochse: bey dem Foßel Ochßen
Beleg
Standard-Flurname
Fasel-Ochse
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1771
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 179, Nr. 233.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fasel
Zu ahd. fasel ‚Same, Frucht; Nachkomme‘, mhd. vasel st. M. ‚Zuchttier; Nachkommenschaft‘. Namengebend waren Flurstücke, auf dem der Zuchtstier stand oder das dem Faselhalter zum Nießnutz übergeben wurde.
Ochse
Zu ahd. (h)ohso, mhd. ohse sw. M. ‚Ochse‘. Als Ochse wurde der Zuchtstier, aber auch das kastrierte männliche Zug- und Mastrind bezeichnet. Die meisten FlN beziehen sich entweder auf Weideplätze und Besoldungsstücke, die den Haltern eines Ochsen von der Gemeinde zur Nutzung überlassen werden, oder auf die dorthin führenden Wege; vereinzelt als FormN wie Ochsenzahl. Eine Reihe historischer und mündlicher Belege weisen den Wandel /chs/ > /s/ auf. - Von den Kombinationstypen ist besonders auf Ochsenau in Bersrod hinzuweisen. Es handelt sich um ein kleines Grundstück an einem Gewässer, das durch den Ort rechts > Michelbach > Wieseck > Lahn fließt. Die mündliche Form /osax/ legt die Deutung ‚Ochsen-Auge‘ nahe (Neumann). Das wirft die Frage nach dem Benennungsmotiv auf. Es könnte deshalb eher Umdeutung aus einem GewN auf aha vorliegen: *‚Ochsen-Bach‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fasel
Zu ahd. fasel ‚Same, Frucht; Nachkomme‘, mhd. vasel st. M. ‚Zuchttier; Nachkommenschaft‘. Namengebend waren Flurstücke, auf denen das Zuchtvieh stand, oder aber, insbesondere bei Äckern, auch solche, die dem Faselhalter zum Nießnutz übergeben wurden.
Ochse
Zu ahd. (h)ohso, mhd. ohse sw. M. ‚Ochse‘. Als Ochse wurde der Zuchtstier, aber auch das kastrierte männliche Zug- und Mastrind bezeichnet. Die meisten FlN beziehen sich entweder auf Weideplätze und Besoldungsstücke, die den Haltern eines Ochsen von der Gemeinde zur Nutzung überlassen wurden, oder auf die dorthin führenden Wege; vereinzelt als FormN (Neckarsteinach). Namengebend für die Belege aus Darmstadt war ein Gasthaus
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Fasel-Ochse: bey dem Foßel Ochßen (Frohnhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/71358_bey-dem-fossel-ochssen> (aufgerufen am 07.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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