Fahr-Ende: auff der fahr Endten

Historischer Beleg aus Großkrotzenburg  
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Fahr-Ende

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1786

Quelle

Staatsarchiv Marburg, 86. Hanauer Nachträge, Nr. 16365.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Ende

Zu ahd. enti, mhd. ende st.N.M. ‚Ende‘. Es können die Bedeutungen ‚Ort, Platz, Stelle, Grenze, kleineres Feld, Anwender‘ und ‚äußeres Ende‘ zu Grunde liegen, so in Launsbach, wo die <ennwiese> an der Gemarkungsgrenze liegt, oder in Bersrod, wo die Endwiese zuletzt (am Ende) gemäht wurde (Ortsliste).

Fahr

Zu ahd. faran, mhd. varen st.V. ‚fahren, wandern, sich fortbewegen‘. Fahrwege sind breite Wege, die ganzjährig befahren werden konnten.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Ende

Zu ahd. enti, mhd. ende st. N. M. ‚Ende‘. Es können die Bedeutungen ‚Ort, Platz, Stelle, Grenze, kleineres Feld, Anwender‘ und ‚äußeres Ende‘ zu Grunde liegen. Die Zugehörigkeit der Belege aus Bensheim ist nicht sicher1. Vermischung mit Ente ist nicht ausgeschlossen, besonders in Trebur und Wallerstädten.

Fahr

Zu ahd. faran, mhd. varen st. V. ‚fahren, wandern, sich fortbewegen‘. In Verbindung mit einem GT wie -weg, -gasse oder -straße handelt es sich um ausreichend breite Wege, die ganzjährig befahren werden konnten. Die Belege sind allerdings nicht immer sicher von den Fahrt-Namen zu trennen, da dort auch Klammerformen wie *Fahrwegacker zu Grunde liegen können.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Fahr-Ende: auff der fahr Endten (Großkrotzenburg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/712965_auff-der-fahr-endten> (aufgerufen am 14.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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