Fahr-Ende: auff der fahr Endten
Beleg
Standard-Flurname
Fahr-Ende
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1786
Quelle
Staatsarchiv Marburg, 86. Hanauer Nachträge, Nr. 16365.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ende
Zu ahd. enti, mhd. ende st.N.M. ‚Ende‘. Es können die Bedeutungen ‚Ort, Platz, Stelle, Grenze, kleineres Feld, Anwender‘ und ‚äußeres Ende‘ zu Grunde liegen, so in Launsbach, wo die <ennwiese> an der Gemarkungsgrenze liegt, oder in Bersrod, wo die Endwiese zuletzt (am Ende) gemäht wurde (Ortsliste).
Fahr
Zu ahd. faran, mhd. varen st.V. ‚fahren, wandern, sich fortbewegen‘. Fahrwege sind breite Wege, die ganzjährig befahren werden konnten.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ende
Zu ahd. enti, mhd. ende st. N. M. ‚Ende‘. Es können die Bedeutungen ‚Ort, Platz, Stelle, Grenze, kleineres Feld, Anwender‘ und ‚äußeres Ende‘ zu Grunde liegen. Die Zugehörigkeit der Belege aus Bensheim ist nicht sicher
Fahr
Zu ahd. faran, mhd. varen st. V. ‚fahren, wandern, sich fortbewegen‘. In Verbindung mit einem GT wie -weg, -gasse oder -straße handelt es sich um ausreichend breite Wege, die ganzjährig befahren werden konnten. Die Belege sind allerdings nicht immer sicher von den Fahrt-Namen zu trennen, da dort auch Klammerformen wie *Fahrwegacker zu Grunde liegen können.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Fahr-Ende: auff der fahr Endten (Großkrotzenburg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/712965_auff-der-fahr-endten> (aufgerufen am 14.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/712965