Koch-Au: us dem Kochawe
Beleg
Standard-Flurname
Koch-Au
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1509
Quelle
Fürstliches Archiv Büdingen, Stadt und Land, Fasz. 165, Nr. 1141a.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Au
Zu ahd. ouwa, mhd. ouwe st. F. ‚Land am oder im Wasser, feuchter Wiesengrund, Flussinsel‘. Gelegentlich auftretende Graphien <h> und (vereinzelt) <g> sind in der Stellung zwischen zwei Vokalen als Schreibungen für einen Gleitlaut aufzufassen, der zur Ausspracheerleichterung dient. - Die Auzahl in Münster legt schon wegen des GTs Zahl ‚Schwanz‘ (s.d.) die Vermutung nahe, dass der BT Au Ergebnis einer Umdeutung ist. Der Beleg von 1489 lässt offen, ob mit <Auwer> der Auerhahn (s.d.) oder der Auerochse gemeint ist, deren Schwanz das namengebende Motiv bildete. Bei beiden Varianten ist dann allerdings erstaunlich, dass die Diphthongierung /u:/ > /au/ hier schon vollzogen ist.
Koch
Kochbirnen sind birnenarten, die gekocht genossen werden. (DWB), also zu kochen. - In Holzheim ist Koch Bestandteil des PNs, wohl BeiN mit Bezug auf den Beruf ahd. koh, mhd. koch st. M. ‚Koch‘. Der FamN Koch ist 1519 in Holzheim bezeugt.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Au
Zu ahd. ouwa, mhd. ouwe st. F. ‚Land am oder im Wasser, feuchter Wiesengrund, Flussinsel‘. Gelegentlich auftretende Graphien lgg, ,hh und bb sind in der Stellung zwischen zwei Vokalen als Schreibungen für einen Gleitlaut aufzufassen, der zur Ausspracheerleichterung dient. Au- und Aab-Belege stehen öfter nebeneinander; so auch in Bensheim, wo der Au-Name in der Raab-Straße aufgegangen ist
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Koch-Au: us dem Kochawe (Fischborn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/710918_us-dem-kochawe> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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