Hege: AUF, HINTER,IN DER HEG [ɔf də heː]
Weitere Belege
- 1770: vor der Heeg [Wiese]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 180, Ewersbach Nr. 3., fol. 3' - 1771: hinter der heeg [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 180, Ewersbach Nr. 4., fol. 6 - 1771: Vor der Heeg [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 180, Ewersbach Nr. 4., fol. 78 - Ende 18. Jahrhundert: hinter der Heg [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Bergewersbach, Nr. 4., pag. 9
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hege
Zu mhd. hege sw. F. ‚Hege‘, einem Abstraktum zu mhd. hegen sw. V. ‚mit einem Hag umgeben, umzäunen; pflegen, bewahren‘. Die Namen weisen auf eingefriedete, mit Hecken und Zäunen umgebene Flurstücke und besonders Wälder oder Waldstücke, die unter Schutz stehen (mhd. hegewalt st. N. ‚gehegter Wald‘), aber auch auf Landwehren und Dorfumwehrungen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hege
Zu mhd. hege sw. F. ‚Hege‘, einem Abstraktum zu mhd. hegen sw. V. ‚mit einem Hag umgeben, umzäunen; pflegen, bewahren‘. Die Namen weisen auf eingefriedete, mit Hecken und Zäunen umgebene Flurstücke und besonders auf Wälder oder Waldstücke, die unter Schutz stehen (mhd. hegewalt st. N. ‚gehegter Wald‘). Bei vielen historischen Belegen ist eine präzise lautliche Abgrenzung gegen (etymologisch zudem eng verwandtes) Haag und Hecke nicht möglich. In Sickenhofen fand offenbar eine Umdeutung von Hege zu Heger ‚Wildhüter, Forstaufseher‘ statt.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hege: AUF, HINTER,IN DER HEG (Ewersbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/70441_auf-hinter-in-der-heg> (aufgerufen am 14.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/70441