Jung-Frau-Zarte-Garten: genant Jungffrawen Zartten gart
Beleg
Standard-Flurname
Jung-Frau-Zarte-Garten
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1489
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 1/10.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Frau
Zu ahd. frouwa ‚(vornehme, hohe) Frau, Herrin‘, mhd. vrouwe, vorowe sw. st. F. ‚Herrin, Gebieterin‘. Die Flurstücke gehörten einst zum Besitz adliger Frauen und Nonnen oder von Frauenklöstern. - Die Frauenkreuze im Krofdorfer und im Rodheimer Wald sollen hingegen Sühne- oder Friedenskreuze für Untaten sein, die dort an Frauen begangen worden sind.
Garten
Zu ahd. gart, garto, mhd. garte sw. M. ‚Garten‘. Dazu gehören die Diminutive Gärtchen, Gärtches. Gärten sind in der Regel eingezäunte Flächen, meist in Ortsnähe.
Jung
Zu ahd. jung, mhd. junc. Das Adjektiv weist als Simplex und BT von Komposita in der Regel auf neu angelegte Flurteile oder Pflanzenkulturen hin. Der häufige FamN Jung scheint bei den Belegen keine Rolle zu spielen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Frau
Zu ahd. frouwa ‚(vornehme, hohe) Frau, Herrin‘, mhd. vrouwe, vrowe sw. st. F. ‚Herrin, Gebieterin‘. Die Flurstücke gehörten einst zum Besitz adliger Frauen und Nonnen oder von Frauenklöstern. Manchmal waren wohl auch Muttergottesbilder namengebend.
Garten
Zu ahd. gart, garto, mhd. garte sw. M. ‚Garten‘. Dazu gehören die Diminutive Gärtchen und Gärtlein. Gärten sind eingezäunte Flächen, meist in Ortsnähe.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Frau
Karte 14
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Jung-Frau-Zarte-Garten: genant Jungffrawen Zartten gart (Wolf)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/695630_genant-jungffrawen-zartten-gart> (aufgerufen am 14.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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