Euler-Wiese: vf Eulers wießen
Beleg
Standard-Flurname
Euler-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1593/1601
Quelle
Fürstliches Archiv Büdingen, Stadt und Land, Fasz. 273, Nr. 1805.
Weitere Belege
- 1696: In der Eulers wiesen [Garten]
Fürstliches Archiv Büdingen, Ackerbücher, Wolf 1696., fol. 11' - 1807: in der Euler Wiesen [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Wolf 1., fol. 13
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Euler
Teils zum FamN Euler, teils zur Tätigkeitsbezeichnung mhd. ûlner st. M. ‚Töpfer‘. Dann verweist der Name auf Flurstücke, auf denen Töpfererde gegraben wurde oder die einem Töpfer gehörten. Vermengung mit Eule ist möglich.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Euler
Meist zum FamN Euler, teils auch zur Tätigkeitsbezeichnung mhd. ûlner st. M. ‚Töpfer‘. Dann verweist der Name auf Flurstücke, auf denen Töpfererde gegraben wurde oder die einem Töpfer gehörten. Daneben steht mit Zugehörigkeitssuffix der FlN Euling als Name für einen Ort, wo Aulerde gegraben wird.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Euler-Wiese: vf Eulers wießen (Wolf)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/695553_vf-eulers-wiessen> (aufgerufen am 14.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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