Atzel-Hecke: obig der atzel hecken
Beleg
Standard-Flurname
Atzel-Hecke
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1696
Quelle
Fürstliches Archiv Büdingen, Ackerbücher, Wolf 1696.
Weitere Belege
- AUF DER ATZELHECKE
- 1593/1601: auf der atzeln hecken
Fürstliches Archiv Büdingen, Stadt und Land, Fasz. 273, Nr. 1805., fol. 26' - 1631: auf der Atzeln hecken
Fürstliches Archiv Büdingen, Ysenburgische Landteilungen, Fasz. 9, Nr. 67a., fol. 134' - 1668: vff der Atzeln hecken [Acker]
Fürstliches Archiv Büdingen, Stadt und Land, Fasz. 273, Nr. 1805., fol. 66 - 1756: auf der Atzel hecken
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Wolf 2., fol. 8 - 1759: Obig der Atzel hecken [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Büches, Nr. 2., fol. 16' - 1793/1792: auf der atzel hecken [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Wolf 2., fol. 30 - 1807: auf der Atzelhecken [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Wolf 1., fol. 4
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Atzel
Hess. Atzel ‚Elster‘, mhd. atzel sw. F. führen mit einer /l/-Erweiterung, die sonst bei Koseformen von PN häufig ist, auf ahd. agaza zurück. Dies ist, wieder nach dem Muster von PN, eine Koseform der Vollform ahd. agalstra, mhd. agelster sw. F. ‚Elster‘.
Hecke
Zu ahd. hegga ‚Wall, Schanze‘, mhd. hecke, hegge, heck st. sw. F. ‚Hecke‘; bedeutet in den westmitteldt. Dialekten nicht nur ‚lebender Zaun‘, sondern auch ‚Gebüsch, Gestrüpp; Buschwald‘. Die FlN beziehen sich in erster Linie auf künstlich gezogene, lebende Umzäunungen, die zur Eingrenzung von Flurstücken oder, in älterer Zeit, zur klein - wie großräumigen Befestigung dienten: Dörfer und Gehöfte waren oft von Hainbuchenzäunen umgeben, Landwehren aus undurchdringlichen Heckenstreifen, sog. Gebücken (s.d.), gebildet. Daneben verweisen viele Namen aber auch auf einzeln stehendes Strauchwerk und Dorngestrüpp in der Feldflur, vor allem aber auch forstlich genutzte Waldstücke mit Busch- oder Niederwald. Bei den älteren Namen ist eine sichere Unterscheidung zwischen Hecke und dem verwandten Hege nicht immer möglich.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Atzel
Südhess. Atzel ‚Elster‘, mhd. atzel sw. F. führen mit einer l-Erweiterung, wie sie sonst bei Koseformen von PN häufig ist, auf ahd. agaza zurück. Dieses ist, wieder nach dem Muster von PN, eine Koseform der Vollform ahd. agalstra, mhd. agelster sw. F. ‚Elster‘.
Hecke
Zu ahd. hegga ‚Wall, Schanze‘, mhd. hecke, hegge, heck st. sw. F. ‚Hecke‘, bedeutet in den westmitteldt. Dialekten nicht nur ‚lebender Zaun‘, sondern auch ‚Gebüsch, Gestrüpp; niederer Buschwald‘. Die FlN beziehen sich in erster Linie auf künstlich gezogene, lebende Umzäunungen, die zur Eingrenzung von Flurstücken oder, in älterer Zeit, zur klein- wie großräumigen Befestigung dienten: Dörfer und Gehöfte waren oft von Hainbuchenzäunen umgeben, Landwehren aus undurchdringlichen Heckenstreifen, sog. Gebücken (s. d.) gebildet (vgl. z. B. Eberstadt). Daneben verweisen viele Namen aber auch auf einzeln stehendes Strauchwerk und Dorngestrüpp in der Feldflur, vor allem aber auf forstlich genutzte Waldstücke mit Busch- oder Niederwald. Bei den älteren Namen ist eine sichere Unterscheidung zwischen Hecke und dem verwandten Hege nicht immer möglich (s. Leeheim, Trebur). An Verkleinerungsformen erscheinen sowohl Heckel als auch die Weiterbildung Heckelchen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Atzel-Hecke: obig der atzel hecken (Wolf)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/695468_obig-der-atzel-hecken> (aufgerufen am 14.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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