Wald: nennet vor dem walde
Beleg
Standard-Flurname
Wald
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1544, kopial 18. Jahrhundert
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Kopiare, Nr. 195.
Weitere Belege
- AM WALD
- BEIM WAELDCHEN
- VORM WALD
- 1782: auf den wald
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Ortenberg, Nr. 2., pag. 14 - 1782: aufs wäldgen
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Ortenberg, Nr. 2., pag. 11 - 1788: beym wäldgen
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Ortenberg, Nr. 2., pag. 422
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wald
Zu ahd. wald, mhd. walt st. M. ‚Wald, Wildnis‘. Der Name gilt allgemein für bewaldetes Gelände. Häufig sind Diminutivformen wie Wäldchen, Wäldches, im historischen Bereich auch Wäldgen, sowie Wäldlein. Durch Assimilation von /ld/ > /ll/ erscheinen verzeinzelt auch Formen wie Wellchen, so dass die Abgrenzung der Wald- und Wall-Belege nicht immer eindeutig ist.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wald
Zu ahd. wald, mhd. walt st. M. ‚Wald, Wildnis‘. Der Name gilt allgemein für bewaldetes Gelände. Sogenannte Waldgassen führen, wie in Einhausen, in den Wald hinein. Häufig sind Diminutivformen wie Wäldchen, Wäldches, im historischen Bestand auch Wäldgen, sowie im 17. Jh. zweimal Wäldlein. Durch Assimilation von /ld/ /ll/ erscheinen vereinzelt auch Formen wie Wellchen (Igelsbach), sodass die Abgrenzung der Wald- und Wall-Belege nicht immer eindeutig ist und - wie in Nieder-Ramstadt - auch Besitz derer von Wallbrunn (s. d.) namengebend sein könnte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wald: nennet vor dem walde (Selters)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/687550_nennet-vor-dem-walde> (aufgerufen am 11.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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