Wacholder-Eller: vf der Andern seitenn der Wech Holter El
Beleg
Standard-Flurname
Wacholder-Eller
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1544, kopial 18. Jahrhundert
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Kopiare, Nr. 195.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Eller
Eller steht als hessische Variante neben nhd. Erle (Alnus glutinosa) und geht auf ahd. elira ‚Erle‘ zurück.
Wacholder
Zu ahd. wehhalter, mhd. wecholter F., frühnhd. wacholder ‚Wacholder‘ (Juniperus communis). Der FlN verweist auf den Bewuchs und damit meist zugleich auf ehemaliges Weideland für Schafe und Ziegen. Die vom Vieh gemiedenen Pflanzen konnten sich nämlich dort ausbreiten, wo durch den Verbiss der Waldbäume helle, sonnige Flächen entstanden waren.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Eller
Eller und Ellen stehen als lokale Varianten neben nhd. Erle (Alnus glutinosa) und gehen auf ahd. elira und elina, mhd. erle sw. F. ‚Erle‘ zurück. Daneben steht Ellert als Kollektivbildung. In Erzhausen liegt eher der FamN Eller vor, in Sickenhofen erfolgte Umdeutung aus Eulensee.
Wacholder
Zu ahd. wehhalter, mhd. wecholter F., fnhd. wacholder ‚Wacholder‘ (Juniperus communis). Der FlN verweist auf den Bewuchs und damit meist zugleich auf ehemaliges Weideland für Schafe und Ziegen. Die vom Vieh gemiedenen Pflanzen konnten sich nämlich nur dort ausbreiten, wo durch den Verbiss der Waldbäume helle, sonnige Flächen entstanden waren.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Eller
Karte 33
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wacholder-Eller: vf der Andern seitenn der Wech Holter El (Selters)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/687543_vf-der-andern-seitenn-der-wech-holter-el> (aufgerufen am 11.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/687543