Kirch-Mühle: genant Kirchmole
Beleg
Standard-Flurname
Kirch-Mühle
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1408, kopial 18. Jahrhundert
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Kopiare, Nr. 195.
Weitere Belege
- 1408: die Kirchmöle
Foltz, Max: Urkundenbuch der Stadt Friedberg. 1. Bd. 1216-1410. Marburg 1904., S. 568 - 1408: die Kirchmolne
Müller, K.-Th. Christian: Das Aschaffenburger Kopialbuch des Klosters Hirzenhain in Regesten. In: Archiv für Hessische Geschichte, NF 11 (1916). S. 321-500., S. 330 - 1408: geb gena:t Kirchmole
Staatsarchiv Darmstadt, A 3. - 1437, kopial 18. Jahrhundert: die Kirchen Mole
Staatsarchiv Marburg, Kopiare, Nr. 195., pag. 152 - 1482: die Kirchmühle
Müller, K.-Th. Christian: Das Aschaffenburger Kopialbuch des Klosters Hirzenhain in Regesten. In: Archiv für Hessische Geschichte, NF 11 (1916). S. 321-500., S. 388 - 1482, kopial 18. Jahrhundert: genant die Kirich Moillen
Staatsarchiv Marburg, Kopiare, Nr. 195., pag. 121 - 1563: geb die Kirch Muhln
Staatsarchiv Darmstadt, A 3.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Mühle
Zu ahd. mulî, mulin ‚(mit Wasserkraft betrieben) Mühle, Mühlstein‘, mhd. mül, müle st. sw. F. ‚Mühle‘, einer Entlehnung aus gleichbedeutend lat. molina. Die mündlichen Formen haben oft die Form /me(:)n/, wobei das /n/ entweder aus der Flexion stammt: *an der müh(le)n oder durch /n/-/l/-Dissimilation entstanden ist. Namengebend waren meist Wassermühlen sowie die zu ihrem Betrieb notwendigen technischen Anlagen wie etwa Wassergräben und Stauwehre. Auf den Mühlwegen wurden Getreide und das gemahlene Mehl transportiert. Nur in einem Beleg steckt erkennbar ein FamN: Mühlhansenroth in Langd gehört zum PN Hans Mühl als ÜberN ‚der an/von der Mühle‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Mühle
Zu ahd. mulî, mulin ‚(mit Wasserkraft betriebene) Mühle, Mühlstein‘, mhd. mül, müle st. sw. F. ‚Mühle‘, einer Entlehnung aus gleichbedeutend lat. molīna. Namengebend waren Wassermühlen sowie die zu ihrem Betrieb notwendigen technischen Anlagen wie etwa Wassergräben (Mühlgräben) und Stauwehre (Mühlwehr). Mühlwehr steckt möglicherweise auch in Müllwert (Biebesheim am Rhein). Millert, Müllert sind vermutlich wie Bangert aus Baum-garten Zusammenrückungen aus Mühl-garten. Auf den Mühlwegen wurden Getreide und das gemahlene Mehl transportiert. Müllenrad (in Nieder-Roden) gehört nicht zu Mühlrad, sondern ist zu den -rod-Namen mit PN als BT zu stellen. Unklar ist der GT des Belegs aus Winterkasten.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kirch-Mühle: genant Kirchmole (Schwalheim)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/686721_genant-kirchmole> (aufgerufen am 04.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/686721