Faul-Weide: an d: faul weidt
Beleg
Standard-Flurname
Faul-Weide
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1680
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Dorheim, Nr. 1.
Weitere Belege
- DIE FAULWEIDE
- 1518: vff die Fulen weyde [Acker]
Fürstliches Archiv Büdingen, Kulturwesen, Fasz. 74a, Nr. 490a., fol. 177 - 1685: hind: der faulweydt [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Dorheim, Nr. 1., fol. 171' - 1787: Neben der Faulweyd [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, P 1, Nr. 1751/1-18., fol. 20'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Faul
Zu ahd. fûl, mhd. vûl ‚faul, verfault‘. Es handelt sich um unfruchtbare, sumpfige Flurstücke.
Weide
Wenn Weide im GT eines FlNs steht, bezeichnet es meist die ‚Weide‘, den ‚Weideplatz‘ (siehe Weide_1). Bei der großen Reihe der Belege von Weide-Acker, -garten, -graben etc. ist es nicht möglich, eine sichere Zuordnung zu Weide_1 oder Weide_2 vorzunehmen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Faul
Zu ahd. fûl, mhd. vûl ‚faul, verfault‘. Es handelt sich um unfruchtbare, sumpfige Flurstücke. In Verbindung mit Gewässern - etwa der faule Graben in Darmstadt - dürfte von stehendem, verschlammtem Wasser auszugehen sein. Unklar ist die Belegreihe aus Arheilgen, wo nur die mündliche Form eindeutig mit faul zu verbinden ist. Die historischen Belege legen die Herleitung von einem FamN Faubel nahe.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Faul-Weide: an d: faul weidt (Schwalheim)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/686645_an-d-faul-weidt> (aufgerufen am 04.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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