Ried: off daß Riet
Beleg
Standard-Flurname
Ried
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1426
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, A 3.
Weitere Belege
- DAS RIED
- kopial 14. Jahrhundert: an deme ride
Arnsburger Urbar, fol. 18' - 1337, kopial 14. Jahrhundert: uf daz ryd
Arnsburger Urbar, fol. 36' - 1367: uf daz rieth
Staatsarchiv Darmstadt, A 3, Marienschloß. - 1378, kopial 14. Jahrhundert: gein deme riede
Arnsburger Urbar, fol. 174 - 1378, kopial 14. Jahrhundert: uffe daz riet
Arnsburger Urbar, fol. 177' - 1378, kopial 14. Jahrhundert: uffe deme riede
Arnsburger Urbar, fol. 179' - 1378, kopial 14. Jahrhundert: zuschen deme riede
Arnsburger Urbar, fol. 177' - vor 1442: vff das reit
Staatsarchiv Darmstadt, A 3., fol. 1 - vor 1442: vff das riet
Staatsarchiv Darmstadt, A 3., fol. 1 - um 1653: beim Ried
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 240/3., fol. 4' - um 1653: ufm Ried
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 240/3., fol. 6 - 1773: gegen dem Ried [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 193/1., fol. 9 - 1773: an dem Ried
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 193/1., fol. 32' - 1773: auf das Ried
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 193/1., fol. 34
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ried
Überwiegend zu ahd. riot, hriot, riod, mhd. frühnhd. riet st.N. ‚Ried, Schilfrohr, Sumpfgras; mit Sumpfgras bewachsener Ort‘. Die FlN beziehen sich auf Sumpf- und Wasserstellen mit verschiedenartigem Sumpfpflanzenbewuchs, von der Binse über das Riedgras bis zum Schilfrohr. Daneben ist mitunter auch eine Ableitung von mhd. riet st.N. ‚ausgereuteter Grund, Rodeland; kleine Ansiedlung auf einer Rodungsstelle‘ denkbar; eine Abgrenzung ist sprachlich nicht möglich.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ried
Überwiegend zu ahd. riot, hriot, riod, mhd. fnhd. riet st. N. ‚Ried, Schilfrohr, Sumpfgras; mit Sumpfgras bewachsener Ort‘, in Südhessen auch mit der Bedeutung ‚feuchter Wiesengrund‘ und als Name für die weite Ebene zwischen Bergstraße und Rhein. Die FlN beziehen sich mithin „auf Sumpf- und Wasserstellen mit verschiedenartigem Sumpfpflanzenbewuchs, von der Binse über das Riedgras bis zum Schilfrohr.“
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Ried
Karte 129
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ried: off daß Riet (Rockenberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/683821_off-dass-riet> (aufgerufen am 11.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/683821