Pfaffe-Laudolfs-Gut: heist pfaff landolffs gut
Beleg
Standard-Flurname
Pfaffe-Laudolfs-Gut
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1466
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 16/1.
Weitere Belege
- 1466: heyst pafflaudolffs gut
Staatsarchiv Darmstadt, C 3, Nr. 13., fol. 10 - 1466: vff pfafflandolffs gudt
Staatsarchiv Darmstadt, C 3, Nr. 13., fol. 34 - 1535: heist pfafflandolffs gutt
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 16/2., fol. 39 - 1565: pfafflaüdolffs gütt
Staatsarchiv Darmstadt, C 3, Nr. 13., fol. 19
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gut
Zu ahd. mhd. guot ‚gut‘. Das Adjektiv bezieht sich auf die gute Qualität der benannten Objekte. Die Verbindung Gute Leute, auch Gutmann, bezeichnet euphemistisch Aussätzige und Leprakranke, die wegen der Ansteckungsgefahr in Siechenhäusern außerhalb der Ortschaften untergebracht waren.
Pfaffe
Zu ahd. phaffo, mhd. pfaffe sw. M. ‚Priester, Geistlicher‘, einer Entlehnung aus griech. papas ‚Kleriker‘. Pfaffe erscheint in den FlN als Bezeichnung für den Weltgeistlichen oder den im Kloster lebenden Mönch. Die Erträge aus den Grundstücken waren Teil ihrer wirtschaftlichen Ausstattung. Die Namen Pfaffenpfad und Pfaffenweg verweisen in der Regel auf die häufige Benutzung durch einen Pfarrer. Pfaffenstein-Namen erinnern zumeist an Grenzsteine eines geistlichen Besitzes. Gelegentlich kann auch der häufige FamN Pfaff namengebend sein. Aber der Pfaffensteg in Großen-Linden, den angeblich ein Zimmermann Pfaff am Ende des 19. Jahrhunderts erstellt hat, ist schon 1598 belegt.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gut
Zu ahd. mhd. guot ‚gut‘. Das Adjektiv bezieht sich auf die gute Qualität der benannten Objekte. In Wald-Erlenbach liegt eher der FamN Gutschneider vor. Als GT bezieht sich Gut durchweg auf Besitz: mhd. guot st. N. ‚Gut, Vermögen, Besitz‘.
Pfaffe
Zu ahd. phaffo, mhd. pfaffe sw. M. ‚Priester, Geistlicher‘, einer Entlehnung aus griech. papás ‚Kleriker‘. Pfaffe erscheint in den FlN als Bezeichnung für den Weltgeistlichen oder für den im Kloster lebenden Mönch. Die Erträge aus den Grundstücken waren Teil ihrer wirtschaftlichen Ausstattung. Die Namen Pfaffenpfad und Pfaffenweg verweisen in der Regel auf die häufige Benutzung durch einen Pfarrer. Pfaffenstein-Namen erinnern zumeist an Grenzsteine eines geistlichen Besitzes.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Pfaffe-Laudolfs-Gut: heist pfaff landolffs gut (Bobstadt)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/669970_heist-pfaff-landolffs-gut> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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