Weisel-Rain: am Wißlerrain
Beleg
Standard-Flurname
Weisel-Rain
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1786
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Nieder-Mörlen, Nr. 1.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Rain
Zu ahd. rein ‚Schutzwehr; Rain, Ackergrenze‘, mhd. rein st. M. ‚begrenzende Bodenerhöhung, Rain‘, nhd. Rain ‚Grenzstreifen zwischen zwei Äckern oder Fluren, Bodenerhöhung als Grenze, Abhang‘. - Vereinzelt kann auch ein PN namengebend sein, so bei der Reynewiesen 1489 in Oppenrod, wo gleichzeitig eine Reyne Elsen als Eigentümerin genannt wird (Eckhardt).
Weisel
Unklar. Vielleicht besteht ein Bezug zu einem der Weisel-SiedlungsN im Wetterau-Kr.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Rain
Zu ahd. rein ‚Schutzwehr; Rain, Ackergrenze‘, mhd. rein st. M. ‚begrenzende Bodenerhöhung, Rain‘, nhd. Rain ‚Grenzstreifen zwischen zwei Äckern oder Fluren, Bodenerhöhung als Grenze, Abhang‘. Im Südhess. ist die Bedeutung ‚mit Gras bewachsener Abhang; steiler Abhang an der Längsseite von terrassenförmig am Hang liegenden Äckern‘ vorherrschend; mit ungefähr gleicher Bedeutung wird (in FlN seltener) das Wort Rech verwendet. Ein Wechsel von Rain und Rech in FlN kommt in Südhessen jedoch nur in Ausnahmefällen vor. Formen mit einfachem Stammvokal sind in der Mundart häufig, in schriftlichen Belegen selten (etwa in Götzenhain, Viernheim). Im Westen sind Vermischungen mit dem GewN Rhein möglich. In Babenhausen hat eine Umdeutung stattgefunden
Weisel
Wenn nicht zum FamN Weisel, dann gehört der BT wohl zu ahd. waiso, mhd. weise sw. M. ‚Waise‘ in der belegten Bedeutung ‚herrenlos‘.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Rain
Karte 83
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Weisel-Rain: am Wißlerrain (Nieder-Mörlen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/667177_am-wisslerrain> (aufgerufen am 15.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/667177