Weiler: uff de: wilre

Historischer Beleg aus Nieder-Mörlen  
Gemeinde
Bad Nauheim
Landkreis
Wetteraukreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Weiler

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1358

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Kopiare, Nr. 279a.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Weiler

Zu ahd. wîlâri ‚Weiler‘, mhd. wîler st. M.N. ‚Weiler, einzelnes Gehöft, kleines Dorf‘, einer Entlehnung aus lat. vîllâris, das selbst Adjektivbildung zu lat. vîlla ‚Herrenhof‘ ist. Das vorwiegend in Süddeutschland beheimatete Wort kann in FlN auf kleine, meist ausgegangene Ortschaften hinweisen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Weiler

Zu ahd. wîlâri ‚Weiler‘, mhd. wîler st. M. N. ‚Weiler, einzelnes Gehöft, kleines Dorf‘, einer Entlehnung aus lat. vīllāris, das selbst Adjektivbildung zu lat. vīlla ‚Herrenhof‘ ist. Das vorwiegend in Süddeutschland beheimatete Wort kann in FlN auf kleine, meist ausgegangene Ortschaften hinweisen. Vereinzelt erinnert der Name, wie wohl in Weilerhügel (Alsbach), an ehemalige römische Gutshöfe (villae rusticae). Die Belege aus Alsbach, Hähnlein und Seeheim beziehen sich alle auf diese alte Siedlungsstätte, deren Name auch in einer im 13. Jh. untergegangenen Burg fortgelebt hat. In Wolfskehlen zeigt der heutige HofN, dass der Hofplatz auf eine alte Siedelstätte zurückgeht. Auch die Namen aus Dornheim beziehen sich darauf.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Weiler: uff de: wilre (Nieder-Mörlen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/667165_uff-de-wilre> (aufgerufen am 15.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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