Weiler: uff de: wilre
Beleg
Standard-Flurname
Weiler
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1358
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Kopiare, Nr. 279a.
Weitere Belege
- kopial 14. Jahrhundert: an dem wilre [Acker]
Arnsburger Urbar, fol. 87 - kopial 14. Jahrhundert: of dem wilre [Acker]
Arnsburger Urbar, fol. 87
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Weiler
Zu ahd. wîlâri ‚Weiler‘, mhd. wîler st. M.N. ‚Weiler, einzelnes Gehöft, kleines Dorf‘, einer Entlehnung aus lat. vîllâris, das selbst Adjektivbildung zu lat. vîlla ‚Herrenhof‘ ist. Das vorwiegend in Süddeutschland beheimatete Wort kann in FlN auf kleine, meist ausgegangene Ortschaften hinweisen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Weiler
Zu ahd. wîlâri ‚Weiler‘, mhd. wîler st. M. N. ‚Weiler, einzelnes Gehöft, kleines Dorf‘, einer Entlehnung aus lat. vīllāris, das selbst Adjektivbildung zu lat. vīlla ‚Herrenhof‘ ist. Das vorwiegend in Süddeutschland beheimatete Wort kann in FlN auf kleine, meist ausgegangene Ortschaften hinweisen. Vereinzelt erinnert der Name, wie wohl in Weilerhügel (Alsbach), an ehemalige römische Gutshöfe (villae rusticae). Die Belege aus Alsbach, Hähnlein und Seeheim beziehen sich alle auf diese alte Siedlungsstätte, deren Name auch in einer im 13. Jh. untergegangenen Burg fortgelebt hat. In Wolfskehlen zeigt der heutige HofN, dass der Hofplatz auf eine alte Siedelstätte zurückgeht. Auch die Namen aus Dornheim beziehen sich darauf.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Weiler: uff de: wilre (Nieder-Mörlen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/667165_uff-de-wilre> (aufgerufen am 15.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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