Schlüssel: an deme Sluzzele
Beleg
Standard-Flurname
Schlüssel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1331
Quelle
Jost, Wilhelm: Der Deutsche Orden im Rhein-Main-Gau. Gießen 1941.
Weitere Belege
- kopial 14. Jahrhundert: der grozze slůzzel [Acker]
Arnsburger Urbar, fol. 87' - 1331: under dem Watzsteine der Sluzzel
Jost, Wilhelm: Der Deutsche Orden im Rhein-Main-Gau. Gießen 1941., S. 253 - 1358: an dem sluzil in d: Merbach [Acker]
Staatsarchiv Marburg, Kopiare, Nr. 279a., fol. 6'
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Schlüssel
Zu ahd. sluz(z)il, sluzzel, mhd. slüzzel st. M. ‚Schlüssel‘. Schlüssel heißt die rechteckige Grundstücksform, deren eines Ende durch einen ebenfalls rechteckig vorstehenden Geländeteil wie durch einen Schlüsselbart erweitert ist. Meistens handelt es sich um Äcker. Die Form kommt so häufig vor, dass sie auch als Wort verwendet wird. In historischen Belegen sind Wort und Name nicht immer eindeutig zu trennen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Schlüssel
Zu ahd. sluz(z)il, sluzzel, mhd. slüʒʒel st. M. ‚Schlüssel‘. Schlüssel heißt die rechteckige Grundstücksform, deren eines Ende durch einen ebenfalls rechteckig vorstehenden Geländeteil wie durch einen Schlüsselbart erweitert ist. Meistens handelt es sich um Äcker. Die Form kommt so häufig vor, dass sie auch als Wort und gelegentlich adjektivisch, etwa mit eht-/-oht-Suffix in Lampertheim, verwendet wird. In historischen Belegen sind Wort und Name nicht immer eindeutig zu trennen. Nur dem Schlüsselsbrunnen in Steinbuch wird ein anderes Benennungsmotiv zu Grunde liegen.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Schlüssel
Karte 61
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schlüssel: an deme Sluzzele (Nieder-Mörlen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/667065_an-deme-sluzzele> (aufgerufen am 14.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/667065