Gescheid: an dem gescheyde
Beleg
Standard-Flurname
Gescheid
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
kopial 14. Jahrhundert
Quelle
Arnsburger Urbar
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gescheid
Gescheid, ahd. gisceid ‚Bescheid, Bewandtnis; Grenze, Abschnitt; Scheidung‘, mhd. gescheide st. N. ‚Grenze‘, ist eine Substantivbildung zum starken Verb ahd. gisceidan, mhd. gescheiden ‚scheiden, trennen‘. Es steht neben dem häufigeren Simplex Scheid und kann wie dieses in FlN die Bedeutung ‚Wasserscheide, (die Landschaft gliedernder) Höhenrücken‘ oder ‚Grenze‘ tragen. So erinnert der Name in Lampertheim/ Lorsch an die Landesgrenze zwischen Kurmainz und dem Bistum Worms, die zugleich auch Gemarkungsgrenze zwischen Lampertheim und Lorsch-Seehof war
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gescheid: an dem gescheyde (Nieder-Mörlen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/666847_an-dem-gescheyde> (aufgerufen am 14.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/666847