Geist-Nest: Auf dem Geistnest
Beleg
Standard-Flurname
Geist-Nest
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1750
Quelle
Heuson (1975): Güterverzeichnis.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Geist
Gut, das einem Heilig-Geist-Altar oder einer entsprechenden religiösen Einrichtung zugehörte. Zu ahd. geist ‚Geist, Hauch, Seele, Herz‘, mhd. geist st. M. ‚Geist, überirdisches Wesen, heiliger Geist‘.
Nest
Zu ahd. mhd. nest st. N. ‚Nest, Ort, an dem ein Vogel nistet‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Geist
In Ober-Laudenbach jenseits der Gemarkung liegender, völlig von Wald umschlossener Acker. Vielleicht zu ahd. geist ‚Geist, Hauch, Seele, Herz‘, mhd. geist st. M. ‚Geist, überirdisches Wesen, heiliger Geist, böser Geist‘. Namengebend können dann mythologische oder christliche Vorstellungen gewesen sein. Vielleicht aber auch nur als Nebenform zu Geiß mit unorganischem -t.
Nest
Zu ahd. mhd. nest st. N. ‚Nest, Ort, an dem ein Vogel nistet‘.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Geist-Nest: Auf dem Geistnest (Lorbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/661091_auf-dem-geistnest> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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