Früh-Birn-Grabe: Obig dem Frühbirngraben

Historischer Beleg aus Lorbach  
Gemeinde
Büdingen
Landkreis
Wetteraukreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Früh-Birn-Grabe

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1750

Quelle

Heuson (1975): Güterverzeichnis.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Früh

Die Namen können vereinzelt unmittelbar zu ahd. fruo, mhd. vruo ‚früh‘ gehören und dann möglicherweise auf den Zeitpunkt der Ernte Bezug nehmen. Das gilt am ehesten für Frühacker und Frühstück. Da aber alle Früh-Namen in Langgöns liegen, ist deswegen und mit Blick auf die Kombinationstypen die Verbindung mit einem FamN wahrscheinlich. Eindeutig ist das beim Frühshahn, denn der ‚Hain‘ steht offenbar in Bezug zum FamN Frys : 1492 Hirman Frys in Lützellinden. Auch das Frühgut/Freudegut hängt wohl mit einem FamN Früger o. ä. zusammen, der 1694 für das benachbarte Leihgestern nachgewiesen ist. Die Vermengung ist dadurch erleichtert, dass früh dialektal /froi/ gesprochen wird.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Früh

Die Namen können vereinzelt unmittelbar zu ahd. fruo, mhd. vruo ‚früh‘ gehören und dann möglicherweise auf den Zeitpunkt der ersten Heumahd Bezug nehmen. In Hetzbach wird jedoch eher ein FamN zu Grunde liegen.

Grabe

Vermutlich zum FamN Grabe.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Früh-Birn-Grabe: Obig dem Frühbirngraben (Lorbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/661082_obig-dem-fruehbirngraben> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/661082