Drei-Eich-Bäume: An den drey aichbäumen
Beleg
Standard-Flurname
Drei-Eich-Bäume
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1628
Quelle
Heuson, Hans-Velten: Die Flurnamen der Gemeinde Lorbach/Hardeck. In: Festschrift zur 1200-Jahr-Feier Lorbach. Büdingen 1975. S. 22-35.
Weitere Belege
- Drei-Eich-Bäume
- 1750: An den drey Eich Bäumen
Heuson (1975): Güterverzeichnis.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Drei
Zu ahd. t(h)rî, mhd. drî ‚drei‘. Teils handelt es sich um Quantitätsbezeichnungen wie drei Morgen oder auch drei Köppel für drei Hünengräber im Krofdorfer Forst (Leib), teils um Grenzmarkierungen wie den Dreiherrenstein im Krofdorfer Forst (Leib), teils um Formbezeichnungen wie die weit verbreitete Dreispitz(e) ‚dreieckige Landstücke‘. - Bei den drei blauen Enten oder der Dreipfeife ist das Benennungsmotiv unklar.
Eich
Hier sind die Belege zusammengestellt, die auf Eichenbewuchs i.S. eines Waldes oder Gehölzes hinweisen, in der also der kollektivierende Aspekt überwiegt, auch wenn die Form ahd. eihhahi, mhd. eichach st. N. ‚Eichenwald‘ formal nicht belegt ist. Vermengung mit Eiche ist schon deshalb leicht möglich, weil das End-/e/ von Eiche mündlich ausfallen kann.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Drei
Zu ahd. t(h)rî, mhd. drî ‚drei‘. Teils handelt es sich, wie bei drei Morgen, um reine Quantitätsbezeichnungen, teils aber auch um Grenzmarkierungen, so bei Dreimärker und Dreiherrenstein in Langen, Neu-Isenburg und Offenbach am Main. Auch die Belege aus Klein-Krotzenburg sind vermutlich so zu deuten.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Drei-Eich-Bäume: An den drey aichbäumen (Lorbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/661052_an-den-drey-aichbaeumen> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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