Kohr-Weide-Wiese: die Korrweydts wiesen
Beleg
Standard-Flurname
Kohr-Weide-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1714
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Kataster I, Ulmbach, B 1.
Weitere Belege
- 1714: die Corrweydtes wiesen
Staatsarchiv Marburg, Kataster I, Ulmbach, B 1., fol. 178
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kohr
Zu Grunde liegt wohl hess. Kor N. ‚der Raum in der Scheune über der Dreschtenne, welcher bis unter die Firstbalken offen ... ist‘ (Vilmar), bzw. ‚der von der Tenne abgesonderte Teil der Scheune, in welchem hauptsächlich das Heu aufbewahrt wird‘. Soweit feststellbar, benennt Kohr in FlN hoch gelegene Flächen.
Weide
Wenn Weide im GT eines FlNs steht, bezeichnet es meist die ‚Weide‘, den ‚Weideplatz‘ (siehe Weide_1). Bei der großen Reihe der Belege von Weide-Acker, -garten, -graben etc. ist es nicht möglich, eine sichere Zuordnung zu Weide_1 oder Weide_2 vorzunehmen.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kohr-Weide-Wiese: die Korrweydts wiesen (Ulmbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/6588_die-korrweydts-wiesen> (aufgerufen am 08.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/6588