Würz-Wiese: die wurtz wießen

Historischer Beleg aus Hirzenhain  
Gemeinde
Hirzenhain
Landkreis
Wetteraukreis
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Würz-Wiese

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1592

Quelle

Staatsarchiv Marburg, 86. Hanauer Nachträge, Nr. 200.

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Würz

Zu ahd. wurz st. F. ‚Pflanze, Kraut‘. Schon früh belegt ist die Zusammensetzung mhd. wurzgarten, wurzegarten sw. M. ‚Garten, in dem Kräuter gezogen werden‘. Der Umlaut in Würzgarten ist vermutlich durch die Pluralform eingedrungen. Die Würzwiese hingegen findet sich mhd. noch nicht. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Wiese, auf der aromatische Pflanzen wachsen, sofern keine hyperkorrekte Wiedergabe des FamN Wirt vorliegt. Der historische Name in Salzböden ist wohl eine Klammerform aus *Würz(bach)brunnen (vgl. Würzbach).

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Würz-Wiese: die wurtz wießen (Hirzenhain)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/653958_die-wurtz-wiessen> (aufgerufen am 06.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/653958