Würz-Wiese: die wurtz wießen
Beleg
Standard-Flurname
Würz-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1592
Quelle
Staatsarchiv Marburg, 86. Hanauer Nachträge, Nr. 200.
Weitere Belege
- IN DER WIRTHSWIESE
- 1593: vnden an der Wirtzelens Wiese
Müller, K.-Th. Christian: Das Aschaffenburger Kopialbuch des Klosters Hirzenhain in Regesten. In: Archiv für Hessische Geschichte, NF 11 (1916). S. 321-500., S. 328
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Würz
Zu ahd. wurz st. F. ‚Pflanze, Kraut‘. Schon früh belegt ist die Zusammensetzung mhd. wurzgarten, wurzegarten sw. M. ‚Garten, in dem Kräuter gezogen werden‘. Der Umlaut in Würzgarten ist vermutlich durch die Pluralform eingedrungen. Die Würzwiese hingegen findet sich mhd. noch nicht. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Wiese, auf der aromatische Pflanzen wachsen, sofern keine hyperkorrekte Wiedergabe des FamN Wirt vorliegt. Der historische Name in Salzböden ist wohl eine Klammerform aus *Würz(bach)brunnen (vgl. Würzbach).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Würz-Wiese: die wurtz wießen (Hirzenhain)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/653958_die-wurtz-wiessen> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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