Rind-Weide: bey der Rindtwayt
Beleg
Standard-Flurname
Rind-Weide
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
um 1706
Quelle
Fürstliches Archiv Büdingen, Stadt und Land, Fasz. 155, Nr. 1065.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Rind
Zu ahd. rind, rint, mhd. rint st.N. ‚Rind‘. Die Namen beziehen sich meist auf Viehweiden oder die dorthin führenden Wege. Mitunter sind Körperteile als FormN namengebend: Rindsfuß, Rindhaut (wohl für eine große, unregelmäßige Fläche). - Gelegentlich wird /rind/ zu /ring/ gutturalisiert und kann dann mit Ring (s.d.) vermengt sein. Durch dialektale Sendkung /i/ > /e/ sind Vermengungen mit Renn (s.d.) möglich.
Weide
Wenn Weide im GT eines FlNs steht, bezeichnet es meist die ‚Weide‘, den ‚Weideplatz‘ (siehe Weide_1). Bei der großen Reihe der Belege von Weide-Acker, -garten, -graben etc. ist es nicht möglich, eine sichere Zuordnung zu Weide_1 oder Weide_2 vorzunehmen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Rind
Zu ahd. rind, rint, mhd. rint st. N. ‚Rind‘. Die Namen beziehen sich meist auf Viehweiden oder die dorthin führenden Wege. Bei den Belegen aus Bürstadt (und Schwanheim?) handelt es sich vermutlich um Tränkestellen für Rinder (vgl. Mörtel
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rind-Weide: bey der Rindtwayt (Heegheim)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/653274_bey-der-rindtwayt> (aufgerufen am 04.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/653274